Vorträge für 2020/2

Für das zweite Halbjahr sind vier Vorträge geplant.
Bitte beachten Sie, dass uns für ein Jahr der Angletsaal nicht zur Verfügung steht. Wir müssen Ausweichquartiere mieten.


Am Freitag, dem 9. Oktober 2020, spricht um 19.30 Uhr in der Karlshalle
Prof. Dr. Wilfried Endlicher vom Geographischen Institut der Humboldt-Universität in Berlin über:
"Patagonien - Landschaften und Probleme im letzten Winkel der Erde".
Im Cono Sur des südamerikanischen Kontinents findet man eindrucksvolle Natur- und ungewöhnliche Kulturlandschaften, wie die Chilenische Seenregion, die Argentinische Schweiz und die Estanzienwirtschaft an der Magellanstraße. Patagonien besteht aber nicht nur aus temperierten Regenwäldern, windumtosten Küsten, kalbenden Gletschern, bizarren Gipfelfluren und ausgedehnten Strauchsteppen. Selbst hier, an der fast menschenleeren Südspitze des Kontinents, sind gravierende Umweltschäden durch Waldrodung und Überweidung zu beobachten. Der Vortrag vermittelt einen Eindruck vom Lebensraum zu beiden Seiten der Andenkordillere, die hier die schärfste Klimascheide der Welt bildet.



Am Freitag, dem 13. November 2020, bringen wir um 19.30 Uhr in der Karlshalle einen Vortrag von Prof. Dr. Ullrich Asmus aus Weidenbach (vorm. Hochschule Triesdorf) über:
"Georgien - europäischer Hotspot zwischen großem und kleinem Kaukasus, Steppe und Schwarzmeerküste"
Ein Land mit einer zehntausendjährigen Geschichte im Durchzugsgebiet zwischen Europa und Asien. Georgien hat dank unterschiedlicher Klimazonen mit subtropisch-feuchtem Klima im Westen bis hin zu einem trockenen und gemäßigten Kontinentalklima im Osten eine hohe Artenvielfalt. Auf kleinstem Raum finden sich acht verschiedene Klima- und Vegetationszonen. Hinzu kommen noch viele abgeschlossene Täler, die die Entwicklung endemischer Pflanzen und Tierarten begünstigte.



Am Freitag, dem 27. November 2020, hält um 19.30 Uhr im Kunsthaus Reitbahn
Dr. Gottfried Hofbauer aus Erlangen einen Vortrag über:
"Vulkanausbrüche und Klima".
Vulkanausbrüche gehören zu den Umwägbarkeiten der Erdgeschichte. Die Wirkung eines Ausbruchs auf das Klima ist nicht nur Folge seiner Dimension, sondern auch seiner magmatischen Komposition und der Position auf der Erde, die für die Verteilung von Aschen und Gasen in der Atmosphäre maßgeblich sein kann. Folgen für das Klima sind daher nur schwer in allgemeiner Weise zu fassen. Der Vortrag versucht einen Überblick über den aktuellen Stand entsprechender Forschungen zu geben.



Am Freitag, dem 11. Dezember 2020, spricht um 19.30 Uhr in der Karlshalle
Prof. Dr. Michael Richter vom Geographischen Institut der Universität Erlangen über:
"Gen Osten - geographisch-botanische Reisen nach und durch Zenralasien".
Im Sommer 2012 sowie 2013 führte der Vortragende jeweils eine Autoreise auf zwei verschiedenen Routen nach Zentralasien durch, um während der beiden rund 15.000 km langen Reisen die Wege nach und durch Kazakstan, Kirgistan und Tadschikistan ausgiebig zu erkunden. Die drei Zielländer begeisterten ihn schon auf früheren Forschungsreisen sowie auf einer Radtour, und auch danach leitete er dort zwei Studenten-Exkursionen und führte erneut Touren auf eigene Faust durch. Seine Vorliebe für die Region begründen sich mit den außergewöhnlichen Gebirgslandschaften des Tien Shan, Alai und Pamir, wobei im Rahmen des Vortrages glazialmorphologische, klimatische und floristische Aspekte vorgestellt werden. Aber auch die komplexe Ethnizität mit den damit zusammenhängenden Konflikten dieser überaus vielfältigen und reizvollen Region wird angesprochen. Ebenso bietet der Referent reichlich Anmerkungen und kurze Filmchen zu den abenteuerlichen wie auch seltsamen Erlebnissen während der Erkundungen in zum Teil recht abgelegenen Gebieten

(Fotos: Die Bilder wurden von den Referenten der Vorträge zur Verfügung gestellt.)